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Island - Informationen
Neben den oben angeführten Büchern gibt es im Buchhandel noch eine Vielzahl an interessanter Reiseliteratur über Island, einschließlich hervorragender Bildbände, die Lust auf die Insel aus Feuer und Eis machen. Auch in Island selbst (Reykjavik) ist deutschsprachige Islandliteratur erhältlich.
Obwohl Reisen nach Island inzwischen kein Geheimtipp mehr sind, ist die Insel im Nordatlantik doch noch weit davonentfernt, von Touristen überrannt zu werden. Sicherlich spielt das vermeintlich permanent schlechte Wetter dabei eine Rolle. Diejenigen, die sich trotzdem trauen, werden begeistert sein. Das, was die Natur in Island an Vielfalt zu bieten hat, ist ohne Übertreibung spektakulär und gewaltig.
VoraussetzungenWer Island auf eigene Faust mit dem Allrad, sowie Zelt und Rucksack bereisen möchte, sollte ein sicherer Fahrer mit einer vorausschauenden Fahrweise sein. Trekkingtouren in dem anspruchsvollen Gelände erfordern eine gute Konstitution und Trittsicherheit. Erhöhte Vorsicht ist in den Hochtemperaturgebieten (Hveravellir, Myvatn) geboten, wo die Erdkruste so dünn sein kann, dass man einbricht. Böse Verbrühungen selbst durch stabile Bergschuhe hindurch können die Folge sein. Gletscherwanderungen nur mit entsprechender Erfahrung, am besten in einer Gruppe unternehmen.
Beste ZeitDie Sommermonate Juli und August. Vorher oder danach ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass manche Regionen auf Grund einsetzender Schneefälle nicht mehr zugänglich sind. Die Durchschnittstemperaturen liegen in den Sommermonaten bei ca. 11°C. Speziell im Hochland kommt es auch in der warmen Jahreszeit zu Schneefällen und es gibt andererseits auch Tage, an denen die Temperaturen über die 20°- Marke klettern. Die häufig auftretenden Winde entwickeln sich nicht selten zum Orkan, der ungebremst über die baumlose Landschaft pfeift und dabei Asche- und Sandpartikel mit sich führt.
Ausrüstung / VerpflegungWind- und regenfeste Kleidung. Bergschuhe, Handschuhe, Wintermütze. Badesachen nicht vergessen! In Island gibt es eine Vielzahl an öffentlichen Schwimmbädern, selbst in kleinen Ortschaften oder mitten in der Landschaft, in deren mit Geowärme geheiztem Wasser es sich wunderbar entspannen lässt. Benzin- oder Gaskocher. Wir empfehlen ein selbst spannendes, sturmsicheres Bergzelt (Kuppelzelt oder geodätisches Zelt, kein Billigzelt!), da es teilweise recht schwierig ist, die Heringe stabil in dem brüchigen Lavaboden zu verankern. Wir hatten mehrfach die Gelegenheit, zu beobachten, wie die häufig auftretenden Stürme ungeeignete Zelte im wahrsten Sinne des Wortes zerlegt haben. Problemlose Proviantbeschaffung vor Ort möglich, allerdings recht teuer. Auf Touren, insbesondere im Hochland, sollte eine gut kalkulierte Reserve mitgeführt werden, da Wetterumschwünge dazu führen können, dass die Pisten unpassierbar werden.
ÜbernachtungEs gibt eine Vielzahl an Zeltplätzen der unterschiedlichsten Preiskategorien. Das Zelten außerhalb von markierten Campingplätzen ist im Sinne des Naturschutzes nicht erlaubt. SpracheDie gastfreundlichen Isländer faszinierten uns immer wieder mit ihrer Sprachgewandtheit. Als zahlenmäßig kleines Volk mit einer Sprache, die seit der Zeit der Besiedlung durch die Wikinger nahezu unverändert blieb, legt man in der Bildung einen großes Augenmerk auf Fremdsprachen. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch - manchmal hatten wir das Gefühl, jeder Isländer beherrscht mehrere Sprachen. Insofern ist die Verständigung kein Problem.
Autofahren in Island Der Aufbau und die Instandhaltung des Strassennetzes gehören zu den größten Herausforderungen für die Isländer. Immer wieder kommt es durch die klimatischen Bedingungen, sowie geotektonische Ereignisse, wie Vulkanausbrüche, Spaltenbildung, etc. zu Zerstörungen. Insofern ist der Anteil an asphaltierten Strassen verhältnismäßig gering. Das Fahren auf den Schotterpisten erfordert vorsichtige Fahrweise und Rücksicht gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Hohe Gefahr durch herumfliegende Steine! Besondere Beachtung verdient frei weidendes Vieh, das sich nicht selten mitten auf der Strasse aufhält. Für daraus entstehende Unfälle haftet der Fahrer! Wer Hochlandpisten wie die F98 mit Furten, Lavafeldern und Sandwüsten befahren möchte, kann das nur mit einem geeigneten Allrad tun. Flüsse oder Schmelzwasserflächen zu furten, kann durch wechselnde Wasserstände problematisch werden. Spuren, die ins Wasser führen, können irreführend sein. Es ist ratsam, sich zu solchen Fahrten mit anderen Fahrzeugen zusammen zu schließen. Genügend Zeit einplanen. Ist z.B. eine Furt nicht befahrbar, bleibt oft nur der Weg zurück. Wer seinen eigenen Jeep (ein anderes Auto würde ich hierher nicht mitbringen) in Island benutzen will, kann mit der färöischen Smyril Line anreisen. Das Unternehmen hält während der Sommermonate einen wöchentlichen Passagier- und Autofährverkehr aufrecht. Fahrplan: ab Hanstholm/Dänemark, Bergen/ Norwegen und Hanstholm/ Dänemark nach Lerwick/Shetland-Inseln, Faröer und Seyðisfjörður/Island.
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