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Gran Sabana - Informationen
Die jeweils aktuellen Reiseführer von Reise Knowhow bzw. Lonely Planet können bei der Planung und unterwegs eine große Hilfe sein. Nützliche Tipps zum Dschungelwandern finden sich im gleichnamigen Buch. Humboldts "Reise nach Südamerika" gehört zu den großen Klassikern der Reiseliteratur. Sicherlich ist der Schreibstil seiner Zeit aus heutiger Sicht gewöhnungsbedürftig, aber es gibt spannende Einblicke in das Reisen vor rund zweihundert Jahren.
Venezuela ist ein Land der Superlative, das fast alles zu bieten hat: Die Hochgebirgsregionen der Anden, dichten Dschungel, die weiten Ebenen der Llanos, die karibische Küste und vor allem die einmalige Gran Sabana. Es gibt eine große Auswahl an Reiseunternehmen, Unterkünften, Verkehrsmitteln, die es dem Individualreisenden erlauben, das Land auf eigene Faust zu erkunden.
VoraussetzungenFür das Dschungeltrekking von Kavanayen nach Kamarata ist vor allem eine gute körperliche Konstitution Voraussetzung. Die hohe Luftfeuchtigkeit, hohe Temperaturen und das schwere Streckenprofil verlangen dem Körper viel ab, vor allem wenn man mit vollem Gepäck läuft. Sarahs und Petras Rucksäcke wogen je ca. 15 kg. Meiner über 20 kg, dazu kam noch die ca. 5 kg schwere Fototasche vor der Brust. Dazu braucht es außerdem ein hohes Maß an Gelassenheit gegenüber stechenden Insekten, permanent nasser Kleidung und rustikaler Körperpflege.
Beste ReisezeitFür die Gran Sabana aus unserer Sicht die Regenzeit. Sie liegt zwischen April und September. Es regnet nicht den ganzen Tag. Im Gegenteil, tagsüber ist es meistens schön. Am Nachmittag nimmt die Wolkenbildung zu und dann entlädt sich die ganze Spannung am späten Nachmittag, am Abend, oft bis tief in die Nacht hinein in gewaltigen tropischen Regenschauern und Gewittern, die in der Savanne unheimlich schöne Naturschauspiele liefern. In der Regenzeit sind die Flüsse voll und die Wasserfälle damit bei weitem am eindrucksvollsten. In der Trockenzeit kann es passieren, das man mit dem Boot den Rio Churun gar nicht mehr bis zum Salto Angel hinauf fahren kann. Den Dschungeltreck nur mit einem erfahrenen Führer unternehmen. Nach unserer Einschätzung ist zum einen die Orientierung für Ortsunkundige zu schwierig und zum anderen ist der Erlebniswert um ein Vielfaches höher. Ein guter Guide wird einem viele Wunder des Regenwaldes zeigen, an denen man sonst ahnungslos vorüber laufen würde.
Ausrüstung / VerpflegungWir haben im Dschungel unsere speziell präparierte Tarp eingesetzt. Unterlage: Plastikplane + Therm-a-Rest. Genauere Erläuterung auf unseren Ausrüstungsseiten. Ansonsten haben wir in unseren Leicht-Hängematten geschlafen. Im Hochland können die Nächte durchaus kühl werden. Unsere Schlafsack-Inletts aus Fleece waren die richtige Wahl. Unsere Kleidung haben wir erfolgreich gegen Moskitos präpariert. Auch hierzu genaueres demnächst auf den Ausrüstungsseiten. Handlicher Wasserfilter, mit dem das Wasser, welches nicht abgekocht wird (Zähneputzen!), auch in den Unterkünften behandelt werden sollte. Mehrstoff-Kocher. Der Einkauf der Lebensmittel ist in den Städten problemlos möglich. Wir haben aus Deutschland lediglich unser bewährtes Cathay-Pemmikan und VIBA-Fruchtschnitten eingeführt. Auf den Touren muss die gesamte Verpflegung inkl. Reserve mitgeführt werden. Dort, wo Kontakt zur einheimischen Bevölkerung entsteht (Dschungeldörfer) besteht meist die Möglichkeit, sich mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Ist man in der Zivilisation unterwegs, empfehlen wir die einheimische Küche zu probieren. Sie ist vielfältig, schmackhaft und preiswert.
ÜbernachtungViele preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in den Ortschaften, angefangen von der einfachen Posada bis hin zum Hotel. Im Dschungel ist freies Campieren unter Beachtung der dortigen Gegebenheiten möglich.
SpracheSpanische Grundkenntnisse sind unbedingt empfehlenswert. Je weiter man von größeren Städten entfernt ist, um so geringer sind die Chancen, dass man sich mit Englisch durchfragen kann. Dann werden schon einfache Tätigkeiten, wie Einkaufen, Verkehrsverbindungen erfragen usw. problematisch. Die Pemon-Indianer in der Gran Sabana beherrschen neben ihrer Muttersprache in den allermeisten Fällen auch Spanisch.
BesonderheitenVor Reisen in tropische Länder unbedingt rechtzeitig bei den Gesundheitsämtern oder im Internet (Fit for Travel) über die aktuellen Empfehlungen hinsichtlich des notwendigen Impfschutzes (Malaria, Gelbfieber, etc.) informieren.
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