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UTAH
- Im Kanu durch die Canyons des Green River zum Colorado -
- Zu Pferd und Fuß durch die High Uintas Wilderness
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Über 4000 m hohe Berge mit herrlichen Seen, heiße
Wüsten und tiefe Schluchten, durch die sich gewaltige Flüsse zwängen - das ist
der Bundesstaat Utah im Südwesten der USA. Wegen des sprichwörtlichen Fleißes
seiner mormonischen Einwohner wird er auch Beehive State, der Bienenkorb-Staat,
genannt. Die geringe und konzentrierte Bevölkerungsdichte lässt dem Individualisten viel Raum für seine Abenteuer in einer grandiosen Landschaft.
Inspiriert durch den Expeditionsbericht von Major
Powell über die Erstbefahrung des Grand Canyon im Jahre 1869, paddeln wir auf dem Green River durch den Labyrinth und
den Stillwater Canyon über dessen Mündung hinaus bis auf den Colorado River. Die
Natur hat hier eine Architektur geschaffen, die jede Flusskurve zu einem neuen
Erlebnis macht.
Jahrhundertealte Ruinen und Felsmalereien sind Zeugnis der Anwesenheit
vorkolumbianischer Indianer in dieser scheinbar unbewohnbaren, vor Hitze
flimmernden Wüste mit ihren turmhohen Felswänden. Gewitterstürme und Moskitos
sind die fast ständigen Begleiter und das täglich gefilterte Trinkwasser wird
gehütet wie ein Schatz.
Die Flusstour endet erst an den Stromschnellen des Colorado und vom heißen Süden
trampen wir mit zwei Ute-Indianern in einem klapprigen Pick Up zu den hohen
Bergen des Nordostens.
Hier geht für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung. Vom Moon Lake reiten wir mit
Pferden und Packtieren in drei Tagen steil
hinauf in die menschenleere High Uintas Wilderness. Abends im Lager liefern sich
die Kinder heiße Pferderennen mit Mike, der zusammen mit seinem Onkel Glenn die
Tiere wieder zurück bringen wird. Knapp unterhalb der Baumgrenze, in mehr als
dreitausend Metern Höhe, setzen wir den Weg zu Fuß fort. Alle vier schwer
beladen mit unserer Ausrüstung klettern wir über mehr als 3700 m hohe Pässe.
Zusammen mit Lennart (12 Jahre) gelingt es mir, den höchsten Berg Utahs, den
4123 m hohen Kings Peak, zu besteigen. Schließlich überqueren wir den Hauptkamm
des Gebirges und steigen im Norden, auf der so genannten Wyoming Side wieder ab.
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