Auf den Spuren der Inkas
Rucksack-Touren zwischen Machu Picchu, Titicaca-See und La Paz
Wer durch Peru und Bolivien, die beiden südamerikanischen Staaten knapp unterhalb des Äquators, reist, der erlebt eine traumhafte Symbiose an Geographie, Kultur und Geschichte. Bis weit über sechstausend Meter ragen die Andengipfel in den Himmel. Allgegenwärtig sind die Zeugnisse solcher Hochkulturen, wie die der Inka. Im Osten stürzen die Gebirgshänge mehrere tausend Meter tief hinunter in den Dschungel.
Entspannt wechseln wir mit dem Bus hinüber nach Bolivien. Wir steigen in Copacabana ab und fahren von hier auf die Sonneninsel. Der Sage nach stammen die Inkas von hier. In einer einsamen Bucht unter einer alten Ruine schlagen wir für einige Tage unsere Zelte auf.
Die Überfahrt vom Titicaca-See nach La Paz wird für uns zum Kontrastprogramm. Schon in der viertausend Meter hoch gelegenen Vorstadt El Alto bekommen wir fast Panik angesichts der herunter gekommenen Gebäude, der engen Strassen und der vielen Menschen. Wir erkennen Verkehrsschilder wieder, die es auch bei uns gibt. Aber für den Verkehr scheinen hier andere Regeln zu gelten. Für uns ein einziges riesiges Chaos, aber es funktioniert. Nachdem wir im Zentrum von La Paz eine gemütliche Hospedaje gefunden haben und die Stadt zu Fuß erkunden, erkennen auch wir System in dem vermeintlichen Durcheinander. Wir haben keine Hemmungen mit den Menschen in Kontakt zu treten. Aber als wir mit einem für maximal zwölf Personen ausgelegten Micro (=Kleinbus) zur Ruinenstätte Tiwanaku fahren, wird es mit sechsundzwanzig (!) Passagieren an Bord doch recht intensiv.
Unser letztes Abenteuer führt uns vom 4880 m hohen Pass Abra Chucura hinunter in die Dschungelstadt Coroico auf 1300 m Höhe. Dreieinhalbtausend Höhenmeter Abstieg auf einem Trail, der schon von Indianern vor den Inkas angelegt wurde. Von den kalten, Licht überfluteten Bergen schieben uns unsere schweren Rucksäcke unnachgiebig bergab durch die verschiedenen Vegetationszonen. Schließlich campieren wir mitten im dampfenden Bergdschungel, umgeben von grünen Mauern, aus denen die seltsamsten Geräusche dringen. Zu guter Letzt erholen wir uns in Coroico fast feudal im Pool und bei Pisco Sour von all unseren Erlebnissen.
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