Peru - Informationen
Den aktuellen (!) Reiseführer aus dem Hause RKH sollte man auf Tour wegen des umfangreichen Adressmaterials und der vielfältigen Infos dabei haben. Die Lebensgeschichte von Gregorio Mamani gibt einen Einblick in den von Entbehrungen und Überlebenskampf geprägten Alltag der Hochland-Indianer, etwas, das manche Touristen nicht sehen wollen. Leider ist das Buch nur noch im Antiquariat erhältlich.
Das Faszinierende an Peru sind die schier unerschöpflichen Möglichkeiten, die sich dem Reisenden bieten. Die Cordillera Blanca im nördlichen Teil Perus gehört ganz sicher zu den schönsten Abschnitten der Anden. Zentraler Ausgangspunkt für Höhenbergsteiger und Trekking-Reisende aus der ganzen Welt ist das Städtchen Huaraz auf rund 3400 m Höhe. Neben der Chance mit der entsprechenden Erfahrung einen Sechstausender zu besteigen, kann man auch hier zahlreiche Zeugnisse präkolumbianischer Indianer besichtigen. Die Ruinen von Chavin, die älter sind als das Römische Reich, gehören dabei zu den bedeutendsten. Wer von hier aus hinunter in den Dschungel weiter reisen möchte, kann das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln tun. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass die Strecken von Huaraz nach Huanuco und weiter über Tingo Maria nach Pucallpa keine Touristenrouten sind. D. h. man reist mit und unter den gleichen Bedingungen wie die einheimische Bevölkerung. Komfort gibt es nicht, Fahrpläne spielen eine untergeordnete Rolle, aber es geht immer irgendwie weiter. Insofern ist es wichtig, sich verständigen zu können.
VoraussetzungenIn den Bergen ist es wichtig, dem Körper genügend Zeit für die Höhenanpassung zu geben. Deshalb in den ersten Tagen nicht zuviel vornehmen. Kopfschmerzen, Übelkeit, hoher Puls sind Zeichen einer beginnenden Höhenkrankheit. Wenn Ruhe keine Besserung bringt, bleibt nur der Abstieg in niedrigere Höhen. Beim schnellen Klimawechsel vom Hochgebirge in den feuchtheißen Regenwald wird der Körper ebenfalls stark belastet. Insofern ist es günstiger, sich beim Übergang genügend Zeit zu lassen. Für Personen mit Kreislaufproblemen nicht zu empfehlen.
Beste ReisezeitDie Trockenzeit. Sie liegt zwischen Juni und August. Wenige Niederschläge, aber große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht (Minusgrade bis zum zweistelligen Bereich in großen Höhen) im Hochland. Im Dschungel steigen in der Regenzeit die Flüsse um mehrere Meter an und viele Strassen verwandeln sich in unpassierbare Schlammpisten. Das Trampen im üblichen Sinn ist kaum möglich und auch nicht ungefährlich. Bei der Armut der Bevölkerung ist es nur natürlich, dass auch Privatpersonen eine Bezahlung für das Mitnehmen erwarten. Preise für Taxis und ähnliche Gelegenheiten vor Fahrtantritt aushandeln! Wer das erste Mal in den Dschungel reist, sollte das mit einem erfahrenen Führer tun. Zum einen ist es sicherer und zum anderen ist der Erlebniswert um ein Vielfaches höher. Ein guter Guide wird einem viele Wunder des Regenwaldes zeigen, an denen man sonst ahnungslos vorüber gelaufen wäre.
Ausrüstung / VerpflegungWir haben unsere Bergzelte sowohl in der Höhe als auch im Dschungel eingesetzt. Kleidung und Schlafsäcke müssen für Temperaturen unter dem Gefrierpunkt geeignet sein. Moskitonetze für diejenigen, die in den Dschungel absteigen wollen. Handlicher Wasserfilter, mit dem das Wasser, welches nicht abgekocht wird (Zähneputzen!), auch in den Unterkünften behandelt werden sollte. Höhentauglicher Kocher. In Huaraz gibt es auch Ventilkartuschen für handelsübliche Gaskocher (z.B. Primus MFS) zu kaufen. Der Einkauf der Lebensmittel ist in den Städten problemlos möglich. Wir haben aus Deutschland lediglich unser bewährtes Cathay-Pemmikan und VIBA-Fruchtschnitten eingeführt. Auf den Touren muss die gesamte Verpflegung inkl. Reserve mitgeführt werden. Dort, wo Kontakt zur einheimischen Bevölkerung entsteht (Berg- oder Dschungeldörfer) besteht meist die Möglichkeit, sich mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Ist man in der Zivilisation unterwegs, empfehlen wir die einheimische Küche zu probieren. Sie ist vielfältig, schmackhaft und preiswert.
ÜbernachtungViele preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in den Ortschaften, angefangen vom einfachen Hostal bis hin zum Hotel. In den Bergen und im Dschungel ist freies Zelten unter Beachtung der dortigen Gegebenheiten möglich.
BesonderheitenVor Reisen in tropische Länder unbedingt rechtzeitig bei den Gesundheitsämtern oder im Internet (Fit for Travel) über die aktuellen Empfehlungen hinsichtlich des notwendigen Impfschutzes (Malaria, Gelbfieber, etc.) informieren.
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