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Bergtouren im Valle di Ledro |
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Nordwestlich vom Gardasee und nur wenige Kilometer
von Riva entfernt, befindet sich auf rund 650 m Höhe
das
Valle di Ledro. Das Tal
ist touristisch voll erschlossen, in den umliegenden kleinen Ortschaften reihen
sich Ferienwohnungen an Restaurants, Pizzerias an Souvenirläden. In der
Hauptreisezeit bevölkern Badegäste und Sonnenanbeter die Ufer des Ledrosees und
auf dem Wasser tummeln sich Segelboote und Windsurfer. Scheinbar kein Ziel für
den, der die Ruhe und Abgeschiedenheit ursprünglicher Natur sucht. Aber das Tal
wird umrahmt von einer imposanten Szenerie bis über 2000 m hoher Berge, die zu
den südlichen Ausläufern der Dolomiten gehören. Durch sie zieht sich ein Netz
gut markierter Wanderwege, die zum großen Teil als Versorgungstrassen im
Wahnsinn des Alpenkrieges im 1. Weltkrieg entstanden sind. Ein Outdoorparadies
für Hochgebirgswanderer und Mountainbiker, in dem man durchaus seine Grenzen
ausloten kann. Keine Lifte oder Seilbahnen erleichtern den Aufstieg in die
Kammlagen, die An- und Abstiege sind oft sehr direkt und steil. Im Verhältnis zu
den am Wasser Erholung Suchenden sind es nur wenige, die sich an mühsame
Höhenunterschiede von tausend Metern und mehr wagen. Insbesondere das Val di
Concei unmittelbar nördlich vom Lago di Ledro ist aus unserer Sicht ein
Traumtipp. Es gibt dort einige Touren, die auf Grund ihrer Länge, der zu
bewältigenden Höhenunterschiede und teilweise ihrer Ausgesetztheit
offensichtlich selten begangen werden, aber ein Naturerlebnis der Extraklasse
bieten.
Wer an unserer folgenden Wanderung
teilnehmen möchte, drückt die F11-Taste an seinem PC,
klickt dann die kleinen Fotos von
links nach rechts an und kann so in Ruhe schauen und lesen:
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Vom Val di Concei auf den Sentiero della Pace
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Unmittelbar hinter dem Rifugio Al Faggio beginnt der steile Aufstieg durch dichten Wald. Der Pfad verläuft zunächst unmittelbar neben einem geräuschvollen Gebirgsbach. In munteren Kaskaden springt das eiskalte Wasser über die Steine und sorgt in der Sommerhitze für angenehm kühle Temperaturen in dem engen Tal. Knapp unterhalb der Baumgrenze auf 1445 m Höhe liegt die Hochalm Malga Gui, wo man sich mit frischem Käse versorgen kann. Weiter oben führt der Weg durch herrliche Bergwiesen mit weitem Blick hinunter ins Tal und hinauf auf die noch vor uns liegende Strecke. Mit Erreichen des Passes Bocca dell'Ussol (1879 m) sind wir auf dem Hauptkamm, dem wir zunächst in östlicher Richtung bis zum Dosso della Torta folgen. Der Pfad führt nun fast ständig über den scharfen Grat und erfordert hohe Trittsicherheit. Gleichermaßen steil fallen die Hänge nach Osten Richtung Lago di Tenno und nach Westen zum Val di Concei ab, aus dem dichte Wolken nach oben steigen. Dabei verläuft die Strecke auf den Stellungen und Schützengräben aus dem ersten Weltkrieg, als sich Österreicher und Italiener hier in mehr als 2000 m Höhe gegenüber lagen. Heute heisst dieser Weg Sentiero della Pace (Friedenspfad), der ab 1986 eingerichtet wurde und auf einer Länge von mehr als 450 km den Stellungen der Alpenfront vom Stilfser Joch bis zur Marmolada und bis in Höhen über 3500 m folgt. Einige wenige ausgesetzte Passagen sind mit Stahlseilen gesichert. Klettersteigausrüstung haben wir nicht benutzt. Aber wer diese oder ähnliche Touren unternehmen möchte, muss sich schon im Klaren sein, dass er auf eigenes Risiko unterwegs ist und ein Fehltritt, auch im nicht gesicherten Gelände, einen tiefen Sturz nach sich ziehen kann. Insofern muss jeder hinsichtlich der Sicherheit seine eigene Entscheidung treffen. Auf Schritt und Tritt begegnet man den stummen Zeitzeugen des Alpenkrieges. Die gesamte Kammlinie um das Val di Concei war vorderste österreichische Frontlinie. Es gibt Laufgräben, Geschützstellungen und in den Fels getriebene Bunker und Stollen, die sommers wie winters besetzt waren und wo auf beiden Seiten unvorstellbar gelitten wurde. Der Tod kam nicht nur vom Gegner, Lawinen und Abstürze forderten ebenfalls viele Opfer. Wir sehen all dies und trotzdem fehlt uns angesichts der Anstrengung des eigenen Aufstiegs und der so friedlichen Bergkulisse die Vorstellungskraft, dass Menschen nur deshalb hier herauf geklettert sind, um Krieg zu führen. Am Corno de Pichea (2147 m) überschreiten wir den höchsten Punkt dieser Tour. Noch immer steigen Wolken vom Val di Concei nach oben (im Bild oben links). Bis zum Pass Bocca di Trat (1582 m) unweit des Rifugios Pernici bleiben wir noch auf dem Sentiero della Pace. Danach geht es wieder steil und direkt hinunter ins Val di Concei, wo wir auf der Terrasse des Rifugio Al Faggio mit einem Heidelbeer-Eisbecher diese traumhafte Tour beenden.
Unmittelbar hinter dem Rifugio Al Faggio beginnt der steile Aufstieg durch dichten Wald. Der Pfad verläuft zunächst unmittelbar neben einem geräuschvollen Gebirgsbach. In munteren Kaskaden springt das eiskalte Wasser über die Steine und sorgt in der Sommerhitze für angenehm kühle Temperaturen in dem engen Tal. Knapp unterhalb der Baumgrenze auf 1445 m Höhe liegt die Hochalm Malga Gui, wo man sich mit frischem Käse versorgen kann.
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Valle di Ledro - Informationen
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www.vallediledro.com
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Anreise von Deutschland:
Autobahn: Kufstein - Innsbruck - Brenner -
Bozen - Trento
Dann: Ab
Trento Strasse Nr. 45 bis Riva
oder
Autobahn: Kufstein - Innsbruck - Brenner - Rovereto Süd
Dann:
Rovereto Süd abfahren Richtung Torbole - Riva
Ab Riva der Ausschilderung Valle di Ledro
folgen.
Unterkunft/Verpflegung/Gastronomie:
Mehrere Campingplätze im Valle di Ledro, sowie
Ferienwohnungen, Hotels, ... Supermarkt in Pieve di Ledro, große Auswahl an
Restaurants, Gasthäusern, Weinstuben, etc.
Kartenmaterial:
Eine ausgezeichnete Wanderkarte im Maßstab 1 :
25.000 oder eine spezielle Bikermap erhält man kostenlos in den Touristinfos
des Ledrotales. |
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Valle di Ledro - Umgebung
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Neben steilen Auf- und
Abstiegen (hier Mountainbike-Abfahrt vom Passo dei Gatùm, 1814 m), die oft
Schwindel erregend tiefe Ausblicke bieten ...
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... und den
Hinterlassenschaften
des Alpenkrieges (hier am
Passo Nota, 1208 m)... |
... gibt es auch eine Vielzahl
von Ausflugszielen in die weitere Umgebung des Ledrotales,
natürlich mit dem Gardasee und
seinen Sehenswürdigkeiten, aber auch darüber hinaus:
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ca. 60 Kilometer
nördlich im Tal der Etsch (Adige)
direkt an der Brenner-Autobahn |
ca. 80
Kilometer
am südöstlichen Ufer des
Gardasees
bei dem Ort Peschiera |
ca. 100
Kilometer
rund 30 km östlich vom Gardasee
etwa auf einer Linie mit dessen
Südufer |
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Trento (Trient)
Wunderschöner Stadtkern mit der
prächtigen Via Belenzani, die zur
San Vigilio Kathedrale führt |
Gardaland
Größter Vergnügungspark Italiens
mit Achterbahnen, Shows
und anderen Attraktionen |
Verona
Alte Römerstadt mit der
berühmten Arena und vielen Sehenswürdigkeiten |
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www.apt.trento.it |
www.gardaland.it |
www.tourism.verona.it |
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